Briegel: Tolles Lebenswerk
ALUMNI-Gründer Felix Feuchtner erinnert sich: Kaum tauchten ab der 7. Klasse die ersten zarten Versuche mit Lidschatten, Lippenstift und Nagellack im Hauptunterricht zur Freude der Jungen auf, wurde den ‘jungen Damen’ von den KlassenlehrerInnen klargemacht, daß die sich ihre Körperbemalungen umgehend ‘abschminken’ können.
Vom Unterricht kurzzeitig suspendiert mußten die hübschen Mädchen unverzüglich Herrn Briegel aufsuchen, der aus seinem reichen Fundus an Lackentfernern und Nitroverdünnern sofort den lackierten Nägeln zu Leibe rückte; die Lidschattenschminke und die Lippenstiftfarbe wurden aber nur mit Wasser und Seife entfernt. So endeten die mutigen Schminkversuche meist mit etwas geröteten Händen und verweinten Augen und beim nächsten Lippenstiftkauf wurde - praktischerweise - zusätzlich in ein hautverträgliches Abschminkprodukt investiert ;-)
Ach, und da fällt mir noch die Harzreise 19.., wo uns Briegel
“Harmonische Achten” laufen ließ, um uns Schüler bei strömenden Dauerregen körperlich müde zu machen und damit ein ‘Outdoor-Event’ zu simulieren, obwohl die nächste geplante Jugendherberge nur knapp 7,5 km Luftlinie entfernt liegt.

Nur eine Handvoll tollkühne Schüler - auch meine Wenigkeit - verließen sich auf ihr Kartenmaterial und schlugen sich auf eigene Faust mit Kompaß und Landstraßenschildern durch Dick und Dünn und erreichten wohlbehalten ca. 5 Stunden früher den Ort und die trockenen Räume der Herberge und organisierten für ihre nassen Klassenkameraden einen warmen Empfang mit Handtüchern, vorgeheizten Zimmern und heißen Getränken.
Übrigens: im Zeitalter von mobilen GPS-Empfängern haben solche vorsätzlichen ‘Trainingseinheiten’ von Lehrern sowieso keine Chance mehr!
Trotzdem: Die Schule verliert einen einmaligen Pädagogen - Hut ab vor seinem Lebenswerk!
Von Felix Feuchtner | zurück